Verfärbungen günstig bleichen mit natürlichen Mitteln

Verfärbungen und Ränder von Flecken auf der Bekleidung sind ärgerlich. Meist sind es ausgerechnet die Lieblingskleidungsstücke, die davon betroffen sind. Das ist dann besonders ärgerlich.

Lassen sich diese unerwünschten Stellen nicht mit einem herkömmlichen Waschmittel entfernen, so bleibt meist nur die Anwendung eines Bleichmittels. Das kann bei der Entfernung von unerwünschten Verfärbungen helfen oder diese abschwächen. In speziellen Waschmitteln für weiße Wäsche ist ein Mittel zum Bleichen bereits enthalten. Dieses verhindert, dass die Weißwäsche vergilbt oder einen grauen Schimmer erhält. Den gleichen Effekt hat der Zusatz von Fleckensalz, das auf der gleichen chemischen Basis wirkt. Einen wesentlichen Vorteil hat der Einsatz der Bleiche für die persönliche Hygiene. Sie wirkt desinfizierend und zerstört Pilze und Bakterien in der Wäsche.

Es gibt künstliche und natürliche Bleichmittel. Das einfachste natürliche Bleichmittel ist die Sonne. Wird die Wäsche zum Trocknen an die Luft gehängt und intensiv den Strahlen der Sonne ausgesetzt, so wird die Farbe, fast wörtlich genommen, aus dem Stoff gezogen. Für weiße und helle Wäsche ist das ideal. Allerdings ist dieser Effekt vor allem bei schwarzer Bekleidung unerwünscht. Daher sollte diese nicht direkt der Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Ein weiteres, natürliches Mittel ist der Zitronensaft. Dieser wird einfach zum Waschmittel dazu gegeben oder direkt auf die Flecken aufgetragen. Gerade für die Beseitigung von Achselschweißflecken oder Stockflecken ist eine Mischung aus Zitronensaft und Essig eine wirksame und hilfreiche Methode. Dieses Mittel lässt sich aber nicht nur auf die Wäsche anwenden. Eine Spülung mit verdünntem Zitronensaft lässt blonde Haare wieder leuchten. Mit diesem kleinen Trick kann der Friseurbesuch für die nächste Blondierung der Haare etwas hinausgezögert werden.

Günstig bleichen kann man auch mit Backpulver. Dieses wird vorrangig bei der Gardinenwäsche eingesetzt. Während die natürlichen Bleichmittel die Fasern der Stoffe nicht angreifen, zersetzen die chemischen Reaktionen der künstlichen Mittel diese teilweise. Wer schon einmal mit einer chlorhaltigen Bleiche gearbeitet hat, kennt diesen Effekt: Die Wäsche ist sauber, aber das Gewebe ist dünner. Schon unter diesem Aspekt ist die Anwendung natürlicher Mittel zu empfehlen, denn diese sind umweltschonender.

Das Bleichen wird heutzutage nicht nur bei der Wäsche angewandt. Auch in der Kosmetikindustrie werden die Vorteile dieser Verfahren genutzt. Soll die natürliche Haarfarbe beispielsweise verändert werden, dann ist in den künstlichen Haarfarben ein Bleichmittel enthalten. Dieses zerstört die natürlichen Farbpigmente der Haare. Besonders stark ist diese Bleiche bei Blondierungen. Eine weitere Anwendung ist das Aufhellen der Körperbehaarung. Ist diese sehr stark, dann ist das Bleichen vielleicht eine Alternative zu anderen Maßnahmen der Haarentfernung. Diese sind ja teilweise auch sehr schmerzhaft. Eine weitere Anwendung hat das Bleichen in der Zahnmedizin und Mundhygiene. Beispielsweise gibt es Zahnpasten, die aufhellend wirken und die unschönen bräunlichen Verfärbungen entfernen. Die Verursacher dieser „Zahnflecken“ sind meist Kaffee, Tee und Nikotin. Der Zahnarzt kann auch ein so genanntes Bleaching durchführen. Das lässt sich allerdings nur realisieren, wenn die Zähen gesund sind, da diese Methode den Zahnschmelz angreift. Allerdings hat sie den wesentlichen Vorteil, dass die Zähne mindestens 2 Jahre strahlend ihre weiße Farbe behalten.

25. März 2011