Kampfsport - mehr als Selbstverteidigung
Unter dem Begriff Kampfsport versteht man in der Regel alle Kampfstile, bei denen keine Schusswaffen verwendet werden. Dazu zählen unter anderem Boxen, Karate und Judo.
Kampfsport hat vor allem im asiatischen Raum eine Jahrhunderte alte Tradition. Einst ist diese Kunst daraus entstanden, dass einem Großteil der Bevölkerung der Kampf mit Waffen verboten war. Um sich aber dennoch verteidigen zu können, wurde diese Form des waffenlosen Kampfes entwickelt. Zu den ältesten Arten gehört dabei das Shaolin Kempo, das von Mönchen ausgeübt und gelehrt wird. Mittlerweile gibt es zahllose verschiedene Kampfrichtungen – auch bewaffnet - mit genauso vielen Unterarten. Zu den Bekanntesten zählen: Kung Fu, Karate, Judo, Kickboxen, Aikido und Taekwondo. Aber auch das Ringen und Boxen werden unter dem Begriff Kampfsport zusammengefasst.
Oftmals wird jedoch ganz klar zwischen Kampfkunst und Kampfsport unterschieden. Während die asiatischen Arten oftmals auch eine ganze Lebensphilosophie verkörpern und als Künste bezeichnet werden, spricht man beim Boxen und Ringen eher vom Kampfsport. In vielen Kampfsportarten wird das Leistungsniveau in Form von „Gürteln“ angezeigt, die an der nahezu einheitlichen Sportbekleidung getragen wird. Dazu gehören eine Hose und eine locker sitzende Jacke, die damit gegurtet wird. In der Regel fängt man mit dem ersten Gurt, auch Dan oder Obi genannt, an. Der erste Gurt ist der Gelbe, dann kommt der Orange danach der Blaue. Es folgen noch Grün und Braun, bis der Schwarze die höchste Leistungs- und Erfahrungsstufe anzeigt. So ist zumindest innerhalb des Sportbereichs in der Kampfkunst für jeden sichtbar, auf welcher Erfahrungsstufe sich der Gegner befindet. Offizielle Wettkämpfe werden allerdings immer nur innerhalb einer Leistungsgruppe ausgetragen.
Die Regeln der einzelnen Kampfsportarten sind genauso unterschiedlich wie die Arten selbst. Während beim Judo beispielsweise keine Tritte und Schläge erlaubt sind, sondern nur Würfe, dürfen beim klassischen Boxkampf keine Füße oder Beine zum Einsatz kommen. Hier ist dafür das „Klammern“ und Werfen nicht erlaubt. Eine Ausnahme bilden hier jedoch das Thai- und das Kickboxen, wo auch Tritte durchaus erlaubt sind.
Da die Fülle der angebotenen Kampfsportarten so überaus groß ist, sollte man sich also – bevor man eine Entscheidung trifft – genauestens informieren. Viele Vereine bieten ein Probetraining an, von dem man in diesem Fall unbedingt Gebrauch machen sollte.